Bilderwelten

TalTau Fotografie beschäftigt sich heute hauptsächlich mit der «stillen» Betrachtungsweise: Momentaufnahmen, Landschaften, Ausschnitte losgelöst vom Ganzen, Szenen, an denen man oft achtlos vorübergeht. Die Fotografie war immer auch Begleiterin im beruflichen Kontext: Früher im Tagesjournalismus, heute als PR-/Kommunikationsfachmann, Fotograf und Grafiker. TalTau Gestaltung ist die Verbindung der nach wie vor grossen Affinität zum geschriebenen Text mit der Fotografie, etwa für CD-Covers, Broschüren, Flyer, Plakate und anderes mehr.

 

 

 

 Sandro Hügli-Landheer 

 

Ob in der Natur oder inmitten belebter Urbanität: Seit Jahren fasziniert mich in meinem fotografischen Schaffen der für mich besondere Augenblick. Der vom Ganzen losgelöste Ausschnitt mit seinem eigenen Mikrokosmos und seiner eigenen und speziellen Ausstrahlung. Empfindungen durch Farben, Formen, Strukturen und Lichtstimmungen und gesellschaftlicher Kontext. 

 

Manchmal entsteht das im Kopf und Bauch vorhandene Bild auch erst bei der «Entwicklung» und Nachbearbeitung. Meistens reichen ein paar wenige Änderungen oder ein anderer Schnitt aus, um das wiederzugeben, was ich festhalten wollte. Stundenlange Experimente oder Manipulationen liegen mir dagegen gar nicht. Schon in der manuellen Labortechnik, die ich in meinem früheren Beruf als schreibender und fotografierender Journalist gelernt habe und in der eigenen Dunkelkammer weiterentwickelte, war es mein Ziel, möglichst wenige Bildveränderungen vorzunehmen.

 

Letztlich sind für mich nicht nur das Motiv an sich oder die technische Qualität der Aufnahme entscheidend. Wie etwa in der Malerei auch, sind für mich Ästhetik, Auseinandersetzung und Ausstrahlung zentrale Inhalte. Und die Fähigkeit, den Betrachter innehalten zu lassen und seine Sinne zu berühren.

Elisabeth Hügli-Landheer 

  

Meine Arbeiten sind als Erzählungen aneinandergereihter Geschichten zu verstehen, die sich am Schluss in unterschiedlichsten Farben und Formen zeigen. Das Leben hält täglich viele Themen bereit, über die es sich nachzudenken und einen Moment inne zu halten lohnt. Ideen kommen und gehen wieder, längst nicht alle werden weiterverfolgt. Die kreative Auseinandersetzung mit dem Alltäglichen, mit den Fragen und Lösungsversuchen im  gesellschaftlichen Kontext und des Lebens an sich eröffnet mir immer wieder spannende Räume und ermöglicht mir eine neue Sicht auf mir scheinbar Bekanntes. 

Geschichten erzählen auch die von mir verwendeten Materialen, die früher auf anderen Arbeitstischen gelegen haben oder sorgsam aufbewahrt wurden, bis sie sich irgendwann von ihren Besitzerinnen und Besitzer trennen mussten. So gelangen – oft nach einer langen Reise mit Umwegen – immer wieder viele Kostbarkeiten wie alte Stoffe, Spitzen, Bänder, Stickgarne und vieles mehr zu mir, die für mich eine grosse Inspirationsquelle sind.

Das Hineinsticken in Bilder, Karten oder Gebrauchsgegenstände, oft ohne konkrete Vorstellung, hat etwas Meditatives. Die Verbindung von Farben und Formen in ein harmonisches Nebeneinander begeistert mich immer wieder aufs Neue.