Bilderwelten

TalTau Fotografie beschäftigt sich heute hauptsächlich mit der «stillen» Betrachtungsweise: Momentaufnahmen, Landschaften, Ausschnitte losgelöst vom Ganzen, Szenen, an denen man oft achtlos vorübergeht. Die Fotografie war immer auch Begleiterin im beruflichen Kontext: Früher im Tagesjournalismus, heute als PR-/Kommunikationsfachmann, Fotograf und Grafiker. TalTau Gestaltung ist die Verbindung der nach wie vor grossen Affinität zum geschriebenen Text mit der Fotografie, etwa für CD-Covers, Broschüren, Flyer, Plakate und anderes mehr.

 

TalTau TextilArt vereint Bilder aus unterschiedlichen textilen Materialien. Bilder, die gehörte oder selber erlebte Geschichten als Inspiration weiterverfolgen oder gesellschaftliche Themen in eigener Weise auszudrücken versuchen. Dabei werden auch Materialien zu einem ästhetischen Ganzen zusammengefügt, die in Farbe und Beschaffenheit nicht wirklich zusammengehören, z.B. kostbare Seide und robuster Bauernhemdstoff. So entstehen neue Verbindungen in gegenseitiger Harmonie.

 

TalTau Kunsthandwerk ist die Freude und Lust am kreativen Gestalten und Nähen. Die Gebrauchsgegenstände werden nicht nach vorgegebenem Muster gearbeitet und deshalb sind es ausschliesslich Unikate. Auch aus einem ausgetragenen Lieblingskleiderstück kann eine Büchertasche oder ein Beutel gefertigt werden. Und oftmals werden auch alte, gebrauchte Stoffe und kleinste Reste verwendet.

 

 Sandro Hügli-Landheer 

 

Ob in der Natur oder inmitten belebter Urbanität: Seit Jahren fasziniert mich in meinem fotografischen Schaffen der für mich besondere Augenblick. Der vom Ganzen losgelöste Ausschnitt mit seinem eigenen Mikrokosmos und seiner eigenen und speziellen Ausstrahlung. Empfindungen durch Farben, Formen, Strukturen und Lichtstimmungen und gesellschaftlicher Kontext. 

 

Manchmal entsteht das im Kopf und Bauch vorhandene Bild auch erst bei der «Entwicklung» und Nachbearbeitung. Meistens reichen ein paar wenige Änderungen oder ein anderer Schnitt aus, um das wiederzugeben, was ich festhalten wollte. Stundenlange Experimente oder Manipulationen liegen mir dagegen gar nicht. Schon in der manuellen Labortechnik, die ich in meinem früheren Beruf als schreibender und fotografierender Journalist gelernt habe und in der eigenen Dunkelkammer weiterentwickelte, war es mein Ziel, möglichst wenige Bildveränderungen vorzunehmen.

 

Letztlich sind für mich nicht nur das Motiv an sich oder die technische Qualität der Aufnahme entscheidend. Wie etwa in der Malerei auch, sind für mich Ästhetik, Auseinandersetzung und Ausstrahlung zentrale Inhalte. Und die Fähigkeit, den Betrachter innehalten zu lassen und seine Sinne zu berühren.

Elisabeth Hügli-Landheer 

  

Die Welt im «digitalen Zeitalter» scheint uns zunehmend ein Menschenbild zu vermitteln, das «fehleranfällig» ist und deshalb  immer stärker von der Robotik bedrängt wird. Produkteabweichungen oder schwankende Produktivität sind Dinge, die «einem perfekt gesteuerten Roboter» nicht passieren.

 

Diesem Trend möchte ich mit meinen Bildern und meinem Kunsthandwerk entgegentreten. Meine Werke entstehen trotz maschineller Unterstützung grösstenteils in Handarbeit und mit der «Hauptproduktionsmaschine Mensch». Dies führt nicht nur zu «Unperfektheiten», sondern hat oft auch einen hohen Zeitaufwand zur Folge.

 

Meine Passion ist, mit meinen Werken kleine Geschichten zu erzählen. Viele der verarbeiteten Materialien lagen früher einmal auf anderen Arbeitstischen oder wurden sorgfältig aufbewahrt, bis sie sich irgendwann von ihren Besitzern trennen mussten. So gelangen – oft nach einer langen Reise mit Umwegen – immer wieder Materialien wie alte Stoffe, Spitzen, Bänder und anders zu mir. Beim Durchsehen werde ich an früher erinnert, als mir meine Mutter aus dem alten Sommerkleid einer Tante ein neues Röckchen nähte. Die ehemaligen Besitzer und auch ich selber sind oft erfreut darüber, dass diese «alten Kostbarkeiten» einen neuen Wert bekommen.

Es ist unter anderem diese Sorgfalt, die mich bei meinem Schaffen, viel «Unperfektes» zu einer ganz neuen Ästhetik zusammenzufügen, begleitet und inspiriert.

 

Bei der Verarbeitung lege ich auch grossen Wert auf die Herkunft. Nebst neuen, auserlesenen Textilien verwerte ich z.B. immer auch  Reststücke. Die Utensilien, die ich zur Herstellung benötige, kaufe ich wenn immer möglich im lokalen Handarbeitsgeschäft, das ich auf diese Art und Weise unterstützen kann. Ressourcen gilt es zu schonen, und mit meiner Philosophie leiste ich auf verschiedenen Ebenen einen kleinen Beitrag dazu.